Fünf Schulen aus Steyr und Umgebung dürfen sich über insgesamt 50 Minicomputer freuen. Möglich wurde die Ausstattung dank einer Spende der Greiner und dank der Vermittlung durch den kostenlosen Programmierclub für Kinder- und Jugendliche, CoderDojo Steyr.
V.l.n.r.: Elisabeth Penzenauer (Greiner), Petra Moser (Greiner Ausbildungszentrum), Philipp Wagner (Greiner), Monika Freimund (MS Ennsleite 2), Gerald Schmidl (MS Ennsleiten 2), Daniela Zeiner (TIC/CoderDojo Steyr), Daniel Rauch (MS Losenstein/MS Reichraming), Michael Müller (VS Bad Hall)
Ins Rollen gebracht wurde die Aktion von zwei Mitarbeiter:innen von Greiner. Philipp Wagner, Senior Expert IT Service Standardization & Development, sichtete die ausgemusterten Minicomputer und erkannte ihr Potenzial. „Bevor die Computer verschrottet werden, suchte ich nach einer nachhaltigeren und sinnvolleren Lösung und wandte mich deshalb an meine Kollegin Elisabeth Penzenauer, die Mentorin bei CoderDojo Steyr ist“, erzählt Wagner. Elisabeth Penzenauer, Senior Expert IT Knowledge Management, bot die Minicomputer daraufhin dem kostenlosen Programmierclub für Kinder und Jugendliche an.
Da CoderDojo Steyr für die eigenen Workshops ausschließlich Laptops benötigt, übernahm es umgehend eine aktive Koordinations- und Vermittlerrolle und leitete das Angebot Schulen aus Steyr und Umgebung weiter. „Innerhalb von nur fünf Minuten – und das ist nicht übertrieben - waren alle 50 Minicomputer vergeben“, berichtet Daniela Zeiner, Geschäftsführerin von TIC Steyr, der Koordinationsstelle der CoderDojo Steyr-Initiative. „Diese Geschwindigkeit zeigt, wie hoch der Bedarf an digitalen Endgeräten in den Schulen ist. CoderDojo Steyr selbst kann stets neue Laptops brauchen, für andere digitale Endgeräte wie Computer und Tablets übernehmen wir gerne die Aufgabe, Brücken zu bauen: zwischen engagierten Unternehmen, die funktionstüchtige Geräte abgeben möchten, und Schulen, die händeringend darauf warten.“
Weiterhin hoher Bedarf an Computern an Schulen
Konkret dürfen sich die VS Bad Hall, VS Gleink, MS Ennsleite 2, MS Losenstein und MS Reichraming über die neue Ausstattung freuen. Der Bedarf ist jedoch weiterhin enorm: 14 weitere Schulen bekundeten ebenso Interesse an insgesamt rund 150 Computern. Aber auch defekte Computer sind gefragt, denn die HTL Steyr benötigt sie beispielsweise für ihre Schüler:innen, um sie zu zerlegen.
Michael Müller, Schulleiter der VS Bad Hall, unterstreicht die Bedeutung der Initiative für seine Schule: „Ohne diese Initiative hätten wir von dieser Möglichkeit nicht erfahren. Die Minicomputer stellen ein willkommenes Update unserer technischen Ausstattung dar und ermöglichen den gezielten Einsatz zeitgemäßer Applikationen und Lernsoftware. Digitale Bildung beginnt bei uns bewusst analog. Auf dieser Grundlage verbinden wir die analoge Grundbildung konsequent mit dem Aufbau digitaler Kompetenzen. Für unsere Schülerinnen und Schüler bedeutet dies eine nachhaltige Bereicherung des Unterrichts und schafft zugleich einen wichtigen Grundstein für weitere Projekte.“
Auch Monika Freimund, Direktorin der MS 2 GTS Ennsleite, ist dankbar und weist darauf hin: „Sachspenden, insbesondere Computer, sind für Schulen mit begrenztem Budget eine bedeutende Ressource, um die digitale Infrastruktur am Standort zu verbessern. Diese Aktion seitens der Firma Greiner trägt dazu bei, die Bildungsqualität zu steigern und die digitale Kluft zu verringern.“
Daniel Rauch, Schulleiter der TN² MS Losenstein, betont: „Gerade für uns als MINT-Mittelschule ist es wichtig, dass der Informatikraum gut ausgestattet ist. Das Angebot zu MINT wird auch vermehrt von Schülerinnen und Schülern aus Steyr angenommen und da sind die Computer sehr wichtig, um hier unsere Kapazitäten erweitern zu können. Deshalb sind wir der Firma Greiner, mit der wir bereits das Unternehmensschuljahr absolviert haben, sehr dankbar, uns Computer kostenlos zur Verfügung zu stellen.“
Penzenauer ist überwältigt vom hohen Bedarf an den regionalen Schulen. „Es ist großartig zu sehen, dass wir durch die Vermittlung gleich mehrere Schulen unterstützen konnten. Das zeigt, wie wichtig das Netzwerk rund um CoderDojo Steyr ist.“
CoderDojo als Schnittstelle zwischen Wirtschaft und Bildung
Zeiner richtet einen klaren Appell an die Wirtschaft: „Wenn Unternehmen funktionstüchtige Computer und Laptops aussortieren, dienen wir mit CoderDojo Steyr gerne als Schnittstelle und sorgen dafür, dass die Geräte dort ankommen, wo sie am meisten bewirken.“
Die Aktion zeigt eindrucksvoll, wie durch Zusammenarbeit zwischen Unternehmen, Bildungsinitiativen und Schulen innerhalb kürzester Zeit ein nachhaltiger Beitrag zur digitalen Bildung geleistet werden kann – und wie wertvoll CoderDojo Steyr sowohl als Programmierclub für Kinder als auch als Schnittstelle zwischen Wirtschaft und Bildungseinrichtungen ist.
